Ich konnte nicht widerstehen und habe es wieder getan – es gibt seit gestern ein neues koreanisches Kochbuch in meiner Sammlung: So kocht Korea von Jordan Bourke und Rejina Pyo. Und das heutige Rezept stammt im Wesentlichen aus diesem Buch.
Bibimguksu ist ein gutes Gericht für einen heißen Sommertag: es ist gleichzeitig frisch und nahrhaft. Kein Wunder, dass meine liebe Freundin Kukla in Kairo eine Vorliebe dafür entwickelt hat.
Ich muss zugeben, ich habe alles im Schrank gefunden was ich brauchte. Wer es nachkochen will und nicht bereits zufällig ein großes Arsenal an asiatischen/koreanischen Lebensmittel vorrätig hat, wird um einen Besuch in einem gut sortierten Asialaden nicht umhinkommen.
Dieses Gericht steht und fällt mit der Qualität des Kimchis und ich bin glücklich, in meinem Asialaden ein sehr gutes Produkt zu bekommen (als Nicht-Koreanerin und nur hobbymäßige Asiatin muss ich zugeben, nicht rund ums Jahr mit selbstgemachtem Kimchi ausgestattet zu sein).
Zutaten (für 2 Personen):
180 g dünne Weizennudeln
100 g frische Gurke
2 Eier
2-3 Blätter frischer Salat
2 Algenblätter
2 TL Sesamsamen
für die Sauce:
150 g Kimchi
5 EL Kimchisaft, ersatzweise Wasser
1 EL Sesamöl
1-2 EL koreanische Chiliflocken
2 TL Reisessig
1,5 EL Honig oder Agavendicksaft
Zubereitung:
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, danach sofort in kaltem Wasser waschen bis sie abgekühlt sind und gut abtropfen lassen. Ggf. mit etwas Öl vermischen damit sie nicht verkleben und bis zum Servieren im Kühlschrank kalt stellen.
Für die Sauce Kimchi kleinschneiden und mit den übrigen Zutaten vermischen und kalt stellen. Wer wie ich gekauftes Kimchi verwendet, wird ggf. auch Schwierigkeiten haben genügend Kimchi-Flüssigkeit aus der Packung zu bekommen: laut Rezept kann es dann durch Wasser ersetzt werden. Wer aufgrund der Chili-Menge geschockt ist: koreanische Chiliflocken sind nicht mit anderen Chiliarten zu vergleichen – sie sind deutlich weniger scharf, dafür aber sehr aromatisch und können durch keine andere Chilisorte ersetzt werden.
Wenn nicht bereits geröstete koreanische Algenblätter verwendet werden, sondern z. B. japanische Nori, sollten diese mit etwas Sesamöl einpinsetn und in der Pfanne geröstet werden. Anschließend in dünne Streifen schneiden.
Sesamsamen in einer trockenen Pfanne rösten, sofern sie nicht bereits geröstet sind.
Die Eier nach Belieben kochen: laut Rezept sollen sie hart gekocht werden, mir gefallen sie mit noch nahezu flüssigem Eigelb aber deutlich besser.
Gurke(n) evtl. entkernen und in Halbkreise schneiden. Salatblätter waschen und in Streifen schneiden.
Kurz vor dem Servieren werden die Nudeln auf zwei Schalen verteilt und die anderen Zutaten hübsch darauf angerichtet.

