Endlich habe ich ein Rezept für perfekte Frühstückswaffeln! Seit etwa einem Jahrzehnt besitze ich ein Waffeleisen, benutzt wurde es selten. Das Problem war bisher: ich fand partout kein Rezept, das die anschließende Reinigung des Gerätes rechtfertigte. Bis ich kürzlich die Kartoffelwaffeln „erfand“. Da das Waffeleisen schon mal aus dem Schrank herausgesucht war, machte ich mich doch wieder auf die Suche nach einem Rezept für süße Waffeln. Die bisherigen waren mir häufig zu süß, reichhaltig und manchmal gleichzeitig nichtssagend. Als ich gestern in einem Waffel-Backbuch über Brioche-Waffeln gestolpert bin, war meine Neugier geweckt. Ich übernahm davon die Zutaten. Allerdings habe ich die im Rezept beschriebenen vielzähligen Arbeitsschritte mit unbedingter Verwendung eines Handrührgerätes und mehrfachem Wechsel von Rühraufsatz zu Knethaken und zurück und zurück missachtet. Mir kam vor allem auch die Reihenfolge der Zutatenbeigabe, die im Original verlangt war, etwas seltsam vor. Ich unternahm also ein Experiment und bereitete mich darauf vor, mit Ansage zu scheitern. Aber dem war nicht so, wir haben unsere Waffeln für ein Sonntagsfrühstück gefunden. Dafür muss niemand früh aufstehen, kein Mixer benutzt werden, kein Eiteitei. Es muss lediglich am Vorabend jemand 10 Minuten Zeit aufwenden. Et voilà!
Eine kleine Warnung noch vorweg: diese Waffeln haben nur wenig Zucker drin, sie ähneln wirklich sehr dem französischen Brioche. Ich kann sie mir auch wunderbar als Grundlage eines Schinken-Käse-Sandwiches vorstellen. Wer die typischen pappsüßen Waffeln will, wird mit diesem Rezept eher unglücklich.
Zutaten (für 2-3 Personen):
100 g Butter
35 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
200 g Weizenmehl (405er)
4 g Trockenbackhefe
160 ml Milch
Zubereitung:
Am Vorabend:
Die Butter im kleinen Topf schmelzen und etwas erkalten lassen. Die Milch handwarm erhitzen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Den Zucker und die Hefe hineingeben, mit etwas warmer Milch vermischen. Kurz stehen lassen. Wenn eine Bläschenbildung anfängt, die restliche Milch, die Eier und das Salz in die Schüssel geben. Mit einem Löffel (oder einem anderen Hilfsmittel der Wahl) homogen verrühren. Butter unterrühren. Die Teigkonsistenz wird ein etwas zähflüssiger Pfannkuchenteig sein. 
Falls nötig in eine größere Schüssel umfüllen, denn der Teig kann über Nacht sein Volumen gut und gerne verdreifachen. Abdecken und in den Kühlschrank stellen.
Am Frühstückstag:
Ca. 20 Minuten vor Backbeginn den Teig aus dem Kühlschrank holen. Danach (z.B. mit einer Gabel) gut durchrühren – er wird dabei sein gesamtes Volumen verlieren, das ist gewollt. Nun das Waffeleisen aufheizen und vor der ersten Waffel etwas einfetten (das muss zwischendurch nicht mehr gemacht werden aufgrund der vielen Butter im Teig). Waffeln backen und genießen.

Hinterlasse einen Kommentar