Sojamilch

Frische warme Sojamilch habe ich vor Jahren in Taiwan kennengelernt und mochte sie auf Anhieb. Leider haben die abgepackten industriell hergestellten Produkte so gar nichts damit zu tun. Dann fand ich heraus, dass die Sojamilch-Herstellung keine Raketenforschung ist. Und seit ich an ein Sack österreichischer Biosojabohnen gekommen bin, gibt es diesen Genuss bei uns recht oft.

Zutaten (für 1 Liter Sojamilch)
100 g trockene Sojabohnen
Wasser

Zubereitung:
Am Vorabend:
Die Bohnen waschen und mit genügend frischem Wasser über Nacht bei Zimmertemperatur quellen lassen. Dabei nehmen sie nicht nur an Volumen zu, sondern ändern auch ihre Form von rund zu länglich:

Am nächsten Tag:
Das Einweichwasser verwerfen, die Bohnen einmal abspülen und abgießen. Einen Topf mit Sieb und Leintuch versehen. 1 L frisches Wasser abmessen. Einen Teil des abgemessenen Wassers mit den Bohnen in den Mixbehälter geben und möglichst fein pürieren. Dieses sollte je nach Kapazität und Leistung des Mixers ggf. in mehreren kleineren Portionen geschehen. Den Brei jeweils auf das Leintuch im Sieb geben.

Sobald alles zerkleinert und der gesamten Brei im Tuch ist, die Ränder des Tuches zusammenraffen und so gut es geht, alle Flüssigkeit aus dem Sojabrei in den Topf drücken.

Dann das Tuch mit dem nun trockenen Brei erneut auf dem Sieb ausbreiten.

Das verbliebene Wasser darauf gießen, beides mit einem Löffel vermischen und dann erneut gründlich ausdrücken.
Die entstandene Flüssigkeit unter gelegentlichem Rühren zum Kochen bringen und 10-15 Minuten bei 100°C halten. Während dessen weiter rühren, um Ansetzen am Boden und Hautbildung an der Oberfläche zu verhindern. Die Milch ist fertig, wenn sie ihren bitteren Geschmack verloren hat – bei Unsicherheit lieber etwas länger kochen.

Nun die Milch in saubere, heiß ausgespülte Flaschen geben und nach dem Abkühlen sofort in den Kühlschrank geben. Dort hält sich die Sojamilch einige Tage. Einen Teil aber unbedingt sofort warm genießen.

Guten Appetit!

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