Eadschkekuke – Reibekuchen

Reibekuchen oder Kartoffelpuffer ist ein sehr verbreitetes Gericht. Allein in Deutschland gibt es unzählige Varianten sie zuzubereiten, zu essen und zu nennen, eine kleine Übersicht liefert z.B. Wikipedia.
Das Rezept das ich hier heute festhalten möchte, kenne ich aus/seit meiner Kindheit unter dem plattdeutschen Namen Eadschkekuke. Die Eadschkekuke sollten sehr frisch verzehrt werden, denn sie eignen sich nicht wirklich zum Warmhalten und ändern ihren Geschmack sobald sie kalt werden. Deswegen war es in meiner Kindheit eines der wenigen Gerichte, zu dem sich die große Familie nicht gemeinsam an den Esstisch setzte. Es herrschte dann eine Art Schichtbetrieb mit 2-3 Essern am Küchentisch. Sobald eine Gruppe satt geworden war, wurde die nächste zum Essen gerufen.

Zutaten (für 4 Personen):
1 kg größere Kartoffeln
1 Ei
Salz und schwarzer Pfeffer
Öl zum Ausbraten

zum Servieren:
Schmand

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und grob reiben. Die dafür benötigte Reibe sieht so aus:

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Die meisten Vierkantreiben haben eine solche Seite und die Küchenmaschinen haben meist ein solches Blatt für den Durchlaufschnitzler. Werden Die Kartoffeln statt dessen geraspelt, entsteht ein deutlich anderer Geschmack.
Das Ei, Salz und Pfeffer zu den geriebenen Kartoffeln geben und gut durchrühren. Eine Pfanne mit ein wenig Öl erhitzen und je einen gehäuften EL Kartoffelmischung in der Pfanne zu einem flachen ovalen Kuchen formen. Es können meist 3 Reibekuchen gleichzeitig gebraten werden.

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Wenn die Kuchen eine goldbraune Farbe angenommen haben, einmalig wenden und die zweite Seite ebenfalls goldbraun braten. Dann kommen sie kurz auf Küchenpapier zum entfetten und können unmittelbar von jemand hungrigem verzehrt werden.
Mit der restlichen Kartoffelmischung ähnlich verfahren bis sie verbraucht ist. Immer wenn die Pfanne zu trocken wird, wieder etwas Öl hineingeben. Die Kartoffelmischung in der Schüssel regelmäßig umrühren.
Eadschkekuke wurden in meiner Familie immer in Schmand getunkt und so mag ich sie immer noch auch am liebsten. Für alle anderen gilt: es ist alles erlaubt was schmeckt.

guten Appetit!
guten Appetit!

4 Antworten auf „Eadschkekuke – Reibekuchen

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  1. Ich habe die Reibekuchen heute für meinen Mitbewohner und mich gemacht. Und bei der Gelegenheit habe ich meiner Mutter gleich geschrieben, dass es schon krass ist, dass sie die Dinger teilweise für sechs oder mehr Personen gemacht hat. Da kann man sich das Fitnessstudio beinahe sparen!
    Lecker sind sie geworden! Nachdem ich vor Jahren im FSJ zuletzt gekaufte Kartoffelpuffer gegessen hatte, war mir der Appetit darauf für ein paar Jahre vergangen…
    Ich esse sie übrigens am liebsten mit Zucker.

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